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So woor dat in dr aalen Tiit!

18. März 2026

Das anstehende 725-jährige Jubiläum der Stadt Bergneustadt wirft schon seine Schatten voraus:

Beim letzten Freitags-In-Wiedenest-Vortrag wurde es bei uns in der Schule richtig spannend: Mehr als 50 Kinder machten sich gemeinsam auf eine Reise in die Vergangenheit. Zu Besuch war Herr Huland aus dem Bergneustädter Heimatmuseum – ein echter Experte für „die gute alte Zeit“!

Schon in der zweiten Pause ging es los: Viele Kinder stellten neugierige Fragen zu den mitgebrachten Exponaten, die Herr Huland vor der Bühne aufgebaut hatte. Es gab viel zu entdecken!

Zu Beginn nahm uns Herr Huland mit einer Präsentation (PPP) mit auf eine kleine Zeitreise nach Bergneustadt – zurück bis zur Zeit, als die Stadt gegründet wurde. Unter dem Motto „So woor dat in der aalen Tüt“ erzählte er, wie die Menschen früher lebten und arbeiteten. Die Kinder sprachen den lustigen Spruch begeistert im Bergneustädter Platt nach.

Wir erfuhren, dass es früher ganz anders war als heute: Es gab kein fließendes Wasser, geheizt wurde mit Holz und gewaschen wurde in Schüsseln. Auch die Toiletten waren ganz anders! Besonders erstaunt waren viele Kinder darüber, dass der Inhalt des Nachttopfes einfach aus dem Fenster geschüttet wurde. Und zu Weihnachten? Da bekamen Kinder oft Stoff für Kleidung, weil er so wertvoll war!

Beim Thema Schule früher hörten alle besonders aufmerksam zu. Früher war Schule nämlich viel strenger: Es gab Strafen wie in der Ecke stehen, mit einem Holzstock geschlagen werden oder sogar auf einem Holzscheid knien. Ein Kind, das zufällig vorbeikam, wunderte sich sehr, warum ein anderes Kind „zur Strafe“ in der Ecke stand!

Die Kinder durften auch selbst ausprobieren, wie Schule früher war: Alle standen zur Begrüßung auf, die Hände wurden kontrolliert und man saß ganz still mit den Händen auf dem Schoß. Wer etwas sagen wollte, musste aufstehen und die Antwort mit „Herr Lehrer“ beenden.

Großes Staunen gab es auch über die alten Schulsachen: kleine Ranzen, Schiefertafeln und Griffel. Besonders spannend war die Erklärung, warum der Tafellappen immer aus dem Ranzen heraushängen sollte – damit er trocknen konnte!

Ein weiteres Highlight war eine wunderschöne Stickarbeit. Herr Huland erklärte, dass so ein Werk früher „Fleck“ genannt wurde. Daher kommt auch das Sprichwort „vom Fleck weg heiraten“!

Die Kinder waren begeistert und bedankten sich am Ende mit einem riesigen Applaus. Auch nach dem Vortrag stellten viele noch Fragen und probierten sogar aus, wie es sich anfühlt, auf einem Holzscheid zu knien.

Zum Abschluss bekam jedes Kind einen tollen Flyer vom Heimatmuseum. Herr Huland lud alle herzlich ein, das Heimatmuseum zu besuchen und die echten Ausstellungsstücke noch einmal in Ruhe anzuschauen.

Ein großes Dankeschön an Herrn Huland und das Heimatmuseum für diesen tollen Vormittag und die schöne Einstimmung auf den Stadtgeburtstag!

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