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Was passiert hinter dem Bauzaun?

08. Oktober 2026

Am 2. Oktober 2026 wurde es bei „Freitags in Wiedenest“ besonders spannend. Mehr als 50 Kinder kamen zusammen, um herauszufinden, was auf unserer Schulbaustelle passiert und was es eigentlich mit einer geheimnisvollen Zeitkapsel auf sich hat.

Dafür hatte unser Architekt Herr Mesenhöler die Bühne im Foyer in eine kleine Baustelle verwandelt. Überall lagen verschiedene Baumaterialien, die die Kinder nicht nur anschauen, sondern sogar anfassen durften.

Zu Beginn zeigte Herr Mesenhöler Bilder vom Abriss des alten Fahrradschuppens und des Lehrerzimmers. Dabei erklärte er, dass die Materialien von der Baustelle genau wie unser Hausmüll sortiert und anschließend recycelt werden. Als auf den Bildern eine alte Toilette zu sehen war, sorgte das natürlich für viele Lacher!

Besonders interessant wurde es, als die Kinder echte Baustoffe in die Hand nehmen durften. Ein Stück Beton vom Fundament fühlte sich für sie schwer, kalt und sogar ein bisschen dreckig an. Die Holzwände dagegen waren leicht und warm. So konnten die Kinder die Unterschiede der Materialien direkt selbst erleben.

Außerdem erfuhren alle, welche Bauarbeiten bereits erledigt wurden. Der Rohbau des neuen Lehrerzimmers ist schon fertig. Als Nächstes werden das Dach mit Bitumen abgedichtet, die Wände verkleidet und die Stromleitungen verlegt.

Für großes Staunen sorgte eine Zahl: Im Verwaltungstrakt werden insgesamt vier Kilometer Kabel verlegt! Herr Mesenhöler erklärte auch, dass die Farben der Leitungen verraten, wofür sie gebraucht werden. Gestreifte Kabel sind für den Strom, rote Kabel für Computer und blaue Kabel für das Telefon.

Anschließend wurden Bilder des neuen Lehrerzimmers gezeigt. Die Kinder erfuhren dabei, dass Frau Weischede und Frau Pankina sogar ein Fenster bekommen, damit sie immer alles gut im Blick haben.

Natürlich wollten viele Kinder die Baustelle am liebsten sofort selbst erkunden. Herr Mesenhöler erklärte jedoch, warum das nicht erlaubt ist: Auf der Baustelle gibt es viele scharfe Kanten und andere Gefahren. Stattdessen zeigte er auf das Fenster neben der Bühne. Von dort aus können die Kinder den Fortschritt der Baustelle sicher beobachten.

Für viele Lacher sorgte auch ein auf der Bühne ausgestelltes Abflussrohr. Ein Kind erkannte sofort: „Das ist das Rohr, wo die ganze Kacke durchläuft!“ Neben dem Abflussrohr wurde auch ein Heizungsrohr mit einer schützenden Ummantelung gezeigt. Diese sorgt dafür, dass die Wärme nicht verloren geht.

Der Höhepunkt des Vortrags war jedoch die silberne Zeitkapsel. Gespannt hörten die Kinder zu, als sie erfuhren, was eine Zeitkapsel ist: ein Behälter voller Erinnerungen für Menschen in der Zukunft. Besonders aufregend war die Nachricht, dass jede Klasse etwas für unsere Schul-Zeitkapsel gestalten darf.

Am 7. November wird die Zeitkapsel mit den Beiträgen der Kinder, Münzen, einer Zeitung und weiteren Erinnerungsstücken von Herrn Thul und Herrn Greven in einer Holzwand des OGS-Gebäudes versteckt. Vielleicht wird sie erst viele Jahre später wieder geöffnet. Dann könnten Münzen ganz anders aussehen oder vielleicht sogar gar nicht mehr benutzt werden. Die Zeitung wird den Finderinnen und Findern verraten, aus welcher Zeit die Zeitkapsel stammt.

Natürlich hatten die Kinder viele Fragen: Wird man in vielen Jahren noch wissen, wo die Zeitkapsel steckt? Was passiert, wenn die Wand kaputtgeht? Und warum heißt sie eigentlich Zeitkapsel, obwohl darin keine Zeit aufbewahrt wird? Leider reichte die Zeit nicht aus, um alle Fragen zu beantworten.

Deshalb gab es zum Schluss noch eine tolle Nachricht: Herr Mesenhöler hat angeboten, im nächsten Schuljahr wieder vorbeizukommen und zu erzählen, wie es auf unserer Baustelle weitergeht.

Zum Abschluss überreichte Herr Mesenhöler die Zeitkapsel an Frau Bonzel, damit sie in den kommenden Wochen mit den Beiträgen der Klassen gefüllt werden kann. Für seinen spannenden Vortrag bedankten sich alle Kinder mit einem donnernden Applaus.

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